Wie so oft im Segelsport hieß es heute wieder einmal, sich in Geduld zu üben. Zwar wurde die erste Flagge "D", das Signal zum Auslaufen, bereits um 10.28 Uhr gegeben, den ersten geglückten Start in den olympischen Klassen gab es allerdings erst um 16.38 Uhr für das Goldfleet der 49er. Schlag auf Schlag wurde dann auf allen Regattabahnen Wettfahrten bei östlichen Winden mit 10-14 Knoten angeschossen und gezeitet. Kurz vor 20.00 Uhr kamen die letzten Ergebnisse über den Liveticker.
Insgesamt 4 Rennen an diesem Tag verlangten den Seglern in der 49er Goldfleet alles ab, was diese zu bieten hatten. Nicht zu unrecht ist diese Bootsklasse eine der athletischten aller olympischen Segeldisziplinen. Dem Team Fricke/Huber gelang mit den Plätzen 8, 15, 21 und einem abschließendem sehr guten 5. Platz eine unkonstante Serie, die sie allerdings in der Gesamtwertung auf der 19. Rang klettern ließ. 24 Punkte trennen sie derzeit vom Medal Race.
Gerz/Bolduan konnten im ersten Rennen der 470er Goldfleet einen respektablen 11. Platz ersegeln, den 27. Rang in der darauffolgenden Wettfahrt mussten sie jedoch als Streicher einsetzen. In der Overall Wertung ließ sie das um 5 Plätze nach hinten auf Rang 17 rutschen. Dort liegen sie als zweitbestes deutsches Team immer noch 4 Punkte vor der stark zurückgefallenen Mannschaft Wagner/Scheufler und 11 Punkte von einer Medal Race Qualifikation!
Ganz ähnlich die Ergebnisse des Damenteams Lutz/Beucke. Ebenfalls ein sehr guter 11. Platz im ersten und dann ein etwas schlechterer 19. Rang im zweiten Rennen. Da sie nun den Frühstart vom ersten Tag streichen konnten, schoben sie sich in der Gesamtwertung auf Rang 17 vor. Der Punktabstand zu einem Medal Race Platz beträgt 16 Punkte und ist mit zwei sehr guten Wettfahrtergebnissen noch zu schaffen.
Den Sprung ins Goldfleet hatte Windsurfer Oberberger gestern zwar verpasst, doch das "Vornesegeln" im Silverfleet gelang ihm heute im ersten Rennen hervorragend (Platz 4), im zweiten Rennen (Platz 15) nicht mehr so gut. Derzeit liegt er auf dem 4. Platz im Silverfleet, in der Overall-Liste auf Rang 43. Aufgrund der Punkteabstände zu den Führenden wird der Sieg im Silverfleet schwierig, aber nicht unmöglich.
Lasersegler Philipp Buhl hatte am heutigen Tag sehr viel Pech für sich reserviert. Aufgrund starker Strömung war er in einem Pulk an der Starttonne eingeklemmt worden, konnte sich dennoch auf der ersten Kreuz wieder gut nach vorne seglen. Dasselbe Spiel wiederholte sich an der Luvtonne, die er als 25. runden erreichte. So musste er als ca. 50. auf den Raumkurs gehen, um dann abschließend noch zweimal zu kentern. Die nicht beendete Wettfahrt ist sein Streicher, was ihn insgesamt auf Platz 35 in der Gesamtwertung zurückwirft. Allerdings ist der Punkteabstand bis auf Platz 19 mit 25 Punkten in den morgigen zwei Rennen noch aufholbar, das Medal Race liegt nach dem heutigen Tag nur noch theoretisch in Reichweite.
Am Donnerstag werden die letzten Wettfahrten in der Final Round gesegelt. Freitag finden dann die sogenannten Medal Races statt, für die nur die besten 10 Teams oder Einzelathleten der Gesamtwertung in ihren jeweiligen Boosklassen qualifiziert sind. Es wird spannend....
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