Semaine Olympique Francaise 2009, "Warte auf Wind", Copyright Guillaume Durand
"Semaine Olympique Francaise" - 1. Wettfahrttag 20.04.2009: Instabile Leichtwindbedingungen sorgen für einen langen ersten Wettfahrttag in Hyeres
Wind mit 4-7 Knoten aus Südost durch eine schwache Seebrise langsam über den Tag drehend auf Südwest, so meldete der Wetterbericht in seiner Vorhersage für den ersten Regattatag der 41. "SOF". Trotz dieser schwierigen Windbedingungen konnten die geplanten Wettfahrten der in den meisten Bootsklassen durchgeführt werden. Nur auf der Bahn der RS:X Windsurfer nahe unter Land war jeweils nur ein Rennen bei Herren und Damen möglich.
Ein ausgezeichneter Start in die Regatta gelang dem Allgäuer Lasersegler Philipp Buhl. Ähnlich wie schon beim vergangenen World Cup Event in Palma segelte er mit einem 2. und 10. Platz als bester Deutscher auf einen sehr guten 8. Rang im Zwischenergebnis. Ein guter Start und mit der Wahl der linken Seite die richtige großraumtaktische Entscheidung waren Grundlage für die Plazierung vor einigen bekannten Laserstars wie Tom Slingsby, Christoph Bottoni oder Nick Thompson. Lasernovize Patrick Follmann liegt mit einem 35. und einem 37. Platz insgesamt auf Rang 117.
Mit Platz 7 konnte auch die 49er Crew Leopod Fricke und Lorenz Huber vom Chiemsee Yacht Club ein einstelliges Wettfahrtergebnis am ersten Tag ersegeln. "Die Kreuzen waren vogelwild, mehrmals sind wir auf einem Bahnschenkel vor- und zurückgefallen" so Steuermann Fricke. Ein 14. Platz in der zweiten Tageswettfahrt lässt sie derzeit auf Rang 21 der Ergebnisliste noch vor dem australischen Team Darren Bundock/Ben Austin erscheinen.
Das 470er Team Ferdinand Gerz und Vorschoter Tobias Bolduan haben mit zwei "soliden" Ergebnissen (Platz 18 und Platz 13) und dem daraus resultierenden Rang 22 eine guten Ausgangsposition im ersten Drittel des 74 Boote starken Teilnehmerfeldes erreicht und sind derzeit drittbestes deutsches Team. Die Erkenntnis, "daß noch mehr drin gewesen wäre" lässt beide Ausnahmesegler sehr optimistisch in den zweiten Wettfahrttag gehen.
Windsurfer Max Oberberger beendete die erste Wettfahrt mit einem Platz im Mittelfeld seiner Gruppe (20.) und liegt momentan auf Rang 39. Normalerweise liegen dem 21-jährigen Athleten aus Eggstätt leichte Winde, in denen er seine Pumpstärke voll ausspielen kann. Aufgrund des unsystematischen Landeinflusses auf der Surfbahn jedoch waren die Bedingungen dort schwer berechenbar.
Die Vorhersage für die nächsten Tage verspricht derzeit ähnliche Windbedingungen wie am gestrigen ersten Wettfahrttag und so müssen sich Segler und Wettfahrtleitung auf weitere lange Tage in der Bucht von Hyeres einstellen.